Die Vorteile der Lendenwirbel-Dekompression

Die Vorteile der Lendenwirbel-Dekompression

Rückenschmerzen im unteren Bereich sind ohne Zweifel eine der häufigsten Beschwerden, sowohl bei Menschen, die viel sitzen, als auch bei regelmäßigen Fitnessstudio-Gängern. Ob durch schlechte Haltung, muskuläre Ungleichgewichte oder Überlastungen der paravertebralen und Lendenmuskulatur – unsere Bandscheiben müssen im Laufe des Tages so viel Druck und Stöße aushalten, dass ihre Größe durch den Wasserverlust deutlich schrumpft. Es ist ganz normal, abends 1 oder 2 Zentimeter kleiner zu sein als morgens. Unsere Bandscheiben verhalten sich tatsächlich wie Schwämme: Wenn sie zusammengedrückt werden, wird Wasser herausgedrückt, das sich nachts wieder auffüllt, wenn der Druck durch die liegende Position nachlässt.

All diese Belastungen und Traumata führen dazu, dass Rückenschmerzen im unteren Bereich zum Alltag werden und kurzfristig nicht verschwinden. Aber hey, es gibt Licht am Ende des Tunnels!

Eine Studie aus 2009 versuchte, den Zusammenhang zwischen der Wiederherstellung der Bandscheibengröße und der Verringerung von Rückenschmerzen zu belegen. Dafür wurde eine nicht-invasive Wirbelsäulen-Dekompression über 6 Wochen mit DRX9000-Geräten durchgeführt. Die Schmerzintensität wurde verbal auf einer Skala von 0 bis 10 gemessen. Während der Behandlung sank der Rückenschmerz von 6,2 (SD 2,2) auf 1,6 (2,3) und die Bandscheibengröße stieg von 7,5 (1,7) mm auf 8,8 (1,7) mm, was den Zusammenhang zwischen beiden Faktoren bestätigt. Man kann also schätzen, dass eine Zunahme der Bandscheibengröße um 1 mm fast eine 30 %ige Schmerzlinderung bedeutet.

Leider sind diese Geräte mit Kosten von etwa 15.000–20.000 Euro und 20 Sitzungen für rund 3.000 Euro nicht gerade die günstigste Option. Aber angesichts der Studienergebnisse können wir auf einfache Übungen oder Hilfsmittel zurückgreifen, die zwar nicht so präzise und effektiv sind wie diese Geräte, aber zumindest die Erholung fördern und beschleunigen.

Methoden der Dekompression

Zwar sind die einfachsten und am häufigsten genutzten Methoden das Abstützen und Hängen an festen oder parallelen Stangen, sodass die Beine frei hängen und die Schwerkraft ihre Arbeit macht, aber es gibt auch relativ leicht zugängliche Geräte, die die Sache erleichtern können:

  • Antigravitationsstiefel
  • Inversionstische

Die Inversion, also Kopf unten und Füße oben, entlastet die Wirbelsäule, lindert Rückenschmerzen im unteren Bereich und verbessert die Lymphzirkulation durch natürliche Drainage.

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Vorsichtsmaßnahmen

Beim ersten Mal können unangenehme Gefühle auftreten, und neben dem Unsicherheitsgefühl, kopfüber an einer Stange zu hängen, kommt noch die Blutansammlung im Kopf hinzu. In solchen Fällen sollte man die Hängezeit langsam steigern, und die Anpassung erfolgt in der Regel schnell.

Besondere Vorsicht ist bei Menschen mit Bluthochdruck oder koronaren Erkrankungen geboten, da die Inversion zu einer Erhöhung der Herzfrequenz sowie des Blut- und Augeninnendrucks führen kann.

Quellen

  • Apfel, C. Cakmakkaya, O. Martin, W. Richmond, C. Macario, A. George, E. Schaefer, M. Pergolizzi, J. (2009) Restoration of disk height through non-invasive spinal decompression is associated with decreased discogenic low back pain: a retrospective cohort study. 19/02/2014 en http://www.biomedcentral.com/imedia/1144960883315034_manuscript.pdf
  • Delavier, F. Gundill, M. (2012) Musculación. El método Delavier. Ed. Hispano europea.
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Über Alfredo Valdés
Alfredo Valdés
Spezialist für die metabolische Pathophysiologie und für die biomolekularen Auswirkungen von Ernährung und körperlicher Betätigung.
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