**Brust-Dips** sind eine komplexe Übung aus der Calisthenics, die den Muskelaufbau und die Kraft im Oberkörper effektiv fördert. Da ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird, verbessern sie die Kontrolle über das „Bodyweight“ und folgen derselben Philosophie wie Liegestütze und Klimmzüge.
Dank ihrer Einfachheit reichen ein paar Parallelbarren völlig aus. Du kannst sie sowohl im Gym als auch draußen trainieren – ein absolutes Basic für alle, die ihre Kraft und ihre Druckleistung verbessern wollen.
Je nach Variante (siehe unten) ist die Handposition in der Regel ähnlich wie bei Liegestützen: also etwas weiter als schulterbreit.

- Senke den Körper, indem du die Arme beugst und dich leicht nach vorne lehnst.
- Geh so tief, bis die Schultern unterhalb der Ellenbogen sind.
- Drücke den Körper nach oben, indem du die Arme streckst.
- Oben die Ellenbogen schließen.
💡 Hinweis: Diese Übung kann – vor allem bei Personen mit höherem Körpergewicht – Schulter- und Ellenbogengelenke stark belasten. Deshalb begrenzen wir den Bewegungsumfang (ROM): oben die Arme vollständig strecken (Gelenk blockieren) und beim Absenken einen Winkel von ca. 90º zwischen Ellenbogen und Schulter einhalten.
Inhaltsverzeichnis
Empfohlene Trainingsfrequenz & Wiederholungen
| Level | Frequenz | Sätze x Wdh. | Pause | Tipp |
| Anfänger | 2×/Woche (z. B. Mo & Do) | 3 × 6–8 | 90–120 s | Nutze ein Widerstandsband oder stütze die Füße auf einer Bank ab |
| Fortgeschritten | 3×/Woche (Mo, Mi & Fr) | 4 × 8–12 | 60–90 s | Am oberen Ende des Bereichs 2,5–5 kg Zusatzgewicht hinzufügen |
| Advanced | 3–4×/Woche | 5 × 10–15 (optional mit Zusatzgewicht) | 45–60 s | Tempo variieren (z. B. 3 s runter, 1 s halten, 1 s hoch) |
Welche Muskeln werden trainiert?

Bei Brust-Dips an Parallelbarren arbeiten vor allem:
- Großer Brustmuskel (Pectoralis major) – vor allem der untere Anteil bei Oberkörperneigung
- Trizeps brachii – stark beteiligt in der Druckphase
- Vorderer Deltamuskel – unterstützt und stabilisiert die Bewegung
Sekundär sind außerdem beteiligt:
- Serratus anterior – Schulterblatt-Stabilisation
- Core (Bauch & unterer Rücken) – Haltungskontrolle
- Unterarme & Griffmuskulatur – Stabilität an den Barren
👉 Technik-Key: Je weiter du den Oberkörper nach vorne neigst und die Ellenbogen öffnest, desto mehr arbeitet die Brust. Bleibst du aufrechter, übernimmt der Trizeps die Hauptarbeit.
Varianten der Brust-Dips
1 An den Ringen
Normalerweise werden Dips an Parallelbarren ausgeführt. Willst du den Schwierigkeitsgrad erhöhen, sind Dips an Ringen der nächste große Step.

🏋️♂️ Du musst durchgehend Spannung (Aktivierung) im ganzen Körper halten – von Armen über Brust bis zum Core.
2 Zusatzgewicht hinzufügen
Sobald du die Übung sauber beherrschst, ist der nächste Schritt die Steigerung der Intensität durch zusätzliches Gewicht.
Ich nutze dafür meist:
- Leder-Gürtel wie beim Gewichtheben
- Kette mit Karabiner
- Hantelscheiben

🏋️♂️ Alternativ werden auch Dip-Gürtel oder Gewichtswesten genutzt – sogar Kurzhanteln zwischen den Füßen, was meiner Meinung nach eher umständlich ist.
3 Trizeps-Dips
Die einfachste Variante: engeren Griff wählen, also weniger Abstand zwischen den Armen – etwa schulterbreit. Dadurch liegt der Fokus deutlich stärker auf dem Trizeps.

🏋️♂️ Eine „leichte“ Möglichkeit für Zusatzgewicht ist es, eine Scheibe auf die Beine zu legen, die auf einer zweiten Bank abgestützt sind. Denk dran: Der Trizeps ist ein kleiner Muskel – also mit dem Gewicht vorsichtig sein.
4 Dips zwischen Boxen
Klassische Druckübung mit Fokus auf die Brust, starker Beteiligung von Trizeps und vorderem Deltamuskel, mit größerem Bewegungsradius.

🏋️♂️ Ellenbogen offen halten, Schultern nach hinten ziehen, kontrolliert absenken und oben nicht komplett blockieren – so bleibt konstante Spannung und deine Gelenke sind besser geschützt.
Wenn du noch keine Brust-Dips schaffst
Schaffst du noch keine sauberen Wiederholungen oder bist gerade erst am Anfang, kannst du assistierte Maschinen im Gym nutzen.
Hier stellst du das Unterstützungsgewicht ein, das dir beim Hochdrücken hilft.
Eine weitere Option sind Widerstandsbänder als „Schaukel“. Nutze zwei Bänke: eine für die Hände, eine für die Füße. Ist es noch zu schwer, stütze dich nur mit den Händen ab.

Warum Brust-Dips in deine Routine einbauen?
Dips sind eine echte Allround-Übung, die:
✅ Dich stärker macht: Du kontrollierst dein eigenes Körpergewicht und trainierst dabei Trizeps, Brust, vordere Schultern, Rhomboiden, Schulterblattheber usw. – Muskeln, die bei vielen anderen Übungen nicht so intensiv arbeiten.
✅ Muskelmasse im Oberkörper aufbaut: Hohe Belastung = hohes Wachstumspotenzial, vorausgesetzt Ernährung und Regeneration stimmen.
✅ Die Brust optisch betont: Ein aufrechter, kräftiger Oberkörper mit präsenter Brust – genau das, was die meisten wollen. Perfekter Mix aus Ästhetik und Performance.
✅ Viele Variationen bietet: Mit Zusatzgewicht oder durch Veränderung der Griffbreite kannst du den Fokus gezielt verlagern.
✅ Übertrag auf andere Übungen hat: Zum Beispiel auf Bankdrücken oder Overhead Press, da die Ellenbogenstreckung sehr ähnlich ist.
✅ In jede Routine passt: Egal ob Split-Training oder schneller Oberkörper-Workout – Brust-Dips gehen immer.
Literaturquellen
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