Die meisten Probleme des Verdauungstrakts im Zusammenhang mit Sport hängen direkt von der Intensität ab: Bei niedriger oder moderater Intensität kann die Magenentleerung sowie der Darmtransit verbessert werden; bei hoher Intensität kann genau das Gegenteil passieren.
Die akuten physiologischen Effekte ab dieser Intensität führen zu einem exponentiellen Anstieg der Azidose, verursacht durch Metaboliten wie Wasserstoffionen (H+), Hypoxanthin oder Laktat. Diese Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts (pH-Abfall) kann eine neuromuskuläre Störung der unteren zwei Drittel der Speiseröhre (Achalasie) auslösen.

Unter normalen Bedingungen ist der Druck im unteren Ösophagussphinkter höher als im Magen, und während des Trainings kehrt die Achalasie diese Normalität um.
Obwohl es schwer nachzuweisen ist, dass Aerophagie oder die Aufnahme von Flüssigkeiten/Nahrung direkt damit zusammenhängen, verlangsamt die Adrenalintätigkeit bei intensivem Training die Peristaltik und Magenentleerung. So steigt das Risiko für Reflux und Symptome wie Schmerzen im unteren Brustbeinbereich oder Aufstoßen.
Weitere Faktoren
- Trainingsart: Laufen hat sich als eine der Sportarten erwiesen, die am meisten Reflux auslösen, während das Fahrrad-Ergometer in dieser Hinsicht viel sicherer ist, wahrscheinlich wegen der geringeren mechanischen Vibration des Körpers. Allerdings berichten Kraftsportler sogar von mehr Reflux-Episoden als Läufer, besonders bei bestimmten Übungen; was direkt mit den folgenden Punkten zusammenhängt.
- Trainingsposition: Bei der Analyse verschiedener Positionen (aufrecht, geneigt, sitzend) leiden die meisten Sportler bei Übungen mit Vorwärtsneigung unter Reflux, da diese den Bauchraum komprimieren und den intraabdominalen Druck erhöhen.
Die Hypothese hinter dieser Entdeckung ist, dass der Druck im unteren Ösophagussphinkter als Schutzreaktion auf den erhöhten intraabdominalen Druck ansteigen muss.

Lebensmittel
Einige Lebensmittel können ebenfalls Achalasie auslösen, weshalb man sie vor dem Training besser meiden sollte
Fette, Stärke, Ballaststoffe, Schokolade (speziell), übermäßiger Proteinkonsum wegen der stickstoffhaltigen Struktur, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke und sogar bestimmte Kohlenhydrate (Amylopektin) gehören dazu.
Das Fasten oder eine leichte Mahlzeit, die eine effektive Magenentleerung vor dem Training fördert, verringert die Wahrscheinlichkeit von Reflux (große Essensmengen begünstigen Reflux genauso wie der Nahrungsinhalt); ebenso während des Trainings Cyclodextrine und/oder niedrig osmolare und niedrig konzentrierte KH-Mischungen (<60-80 g KH/L Getränk).

Rückkehr zur Normalität
Bei akuten Beschwerden durch gastroösophagealen Reflux hat sich moderates bis leichtes Training (< 70 % VO2max) als förderlich für die Verdauungsfunktion und den Darmtransit erwiesen, weshalb ein Spaziergang nach intensivem Training helfen kann, die Säure nicht den ganzen Tag über zu behalten.

Quellen:
- Calderón, F.J. (2007). Fisiología aplicada al deporte. Madrid. Editorial Tébar.
- Clark, C. S., Kraus, B. B., Sinclair, J., & Castell, D. O. (1989). Gastroösophagealer Reflux durch Sport bei gesunden Probanden. JAMA, 261(24), 3599-3601.
- Collings, K. L., Pierce, P. F., Rodriguez-Stanley, S., Bemben, M., & Miner, P. B. (2003). Speiseröhrenreflux bei trainierten Läufern, Radfahrern und Gewichthebern. Medicine and science in sports and exercise, 35(5), 730-735.
- Chicharro, J. L., & Vaquero, A. F. (2006). Fisiología del ejercicio. Madrid. Ed. Médica Panamericana.
- Sodhi, J. S., Zargar, S. Javid, G., Khan, M. A., Khan, B. A., Yattoo, G. N., … & Shoukat, A. (2008). Auswirkung von Beugeübungen auf gastroösophagealen Reflux bei symptomatischen Patienten. Indian J Gastroenterol, 27(6), 227-231.
Verwandte Links zum Thema:
- Entgiftungstees für unseren Körper
- Ingwer – Testosteronsteigerung und gesundheitliche Vorteile

Blog zu Fitness, Ernährung, Gesundheit und Sport | Blog HSN En el Blog de HSNstore encontrarás tips sobre Fitness, deporte en general, nutrición y salud – HSNstore.com 
