Nüsse sind hervorragende Lebensmittel für die Gesundheit, die sowohl in unseren Diäten zum Abnehmen als auch in solchen zur Muskelmasse-Zunahme vorkommen.
Allerdings werfen sie noch viele Fragen auf:
- Welche sind die besten Nüsse zum Essen?
- Machen Nüsse dick?
- Wie viele Kalorien haben sie?
Was verstehen wir unter Nüssen?
Nüsse haben eine doppelte Definition, je nachdem, ob wir sie aus kulinarischer oder botanischer Sicht betrachten.
Wir können Nüsse definieren als:
- Getrocknete Früchte oder Samen, die häufig, aber nicht immer, einen hohen Fettgehalt haben.
Eine präzisere Definition lautet:
- Früchte, die aus einer harten Schale bestehen, die nicht essbar ist, und einem Samen, der normalerweise essbar ist.

Nüsse.
Grundsätzlich sind es Früchte mit einem geringen Wasseranteil in ihrer Zusammensetzung und zudem energiereich konzentriert.
Eigenschaften
Eine der wichtigsten Eigenschaften von Nüssen ist ihr hoher Gehalt an gesunden Fetten, viele davon enthalten Omega-3-Fettsäuren. Außerdem bieten sie eine wichtige Vielfalt an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders hervorzuheben sind Kalium, Magnesium, Phosphor, Vitamin E und B.

Einige Nüsse wie Mandeln oder Haselnüsse haben einen beachtlichen Kalziumgehalt.
Empfehlungen
Die wichtigste Empfehlung beim Verzehr von Nüssen ist, sie ohne Salz und ohne Frittieren zu essen.
Am besten isst man sie natürlich, denn so bleibt der echte Nährwert erhalten und garantiert die meisten gesundheitlichen Vorteile.
Das Salz, das Nüssen zugesetzt wird, ist schädlich, da es den Durst steigert, die Nieren belastet und zudem das Risiko für Bluthochdruck erhöht.
Woher kommen Nüsse?
Nüsse stammen von Bäumen, jeder von seinem jeweiligen Ursprung.
Zum Beispiel: Mandeln kommen vom Mandelbaum.

Mandelbaum.
Haselnüsse vom Haselstrauch (meine Heimat, Asturien, ist zum Beispiel voller wilder Haselsträucher):

Haselstrauch.
Walnüsse vom Walnussbaum:

Walnussbaum.
Arten von Nüssen
Die 10 besten Nusssorten für die Ernährung sind:
Erdnuss
Sie ist vor allem reich an Folsäure, Proteinen und Isoflavonen.
Sie stammt von einer Hülsenfruchtpflanze und enthält außerdem Omega-6-Fette und Ballaststoffe.
Man kann sie roh essen oder als Erdnussbutter verwenden.

30 g Erdnussbutter von HSN auf Toast zu streichen liefert etwa 10 g Protein.
Walnüsse
Sie sind die Nüsse mit dem höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren.
Obwohl sie fettreich sind, besteht der Großteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Außerdem enthalten sie Vitamine, Proteine und Ballaststoffe.
Macadamianüsse
Sie sind reich an Omega-3- und Omega-9-Fetten, Proteinen, Mineralstoffen, Polyphenolen und Flavonoiden.
Sie sind vor allem für ihren besonderen Geschmack und ihre Textur bekannt. Ideal für eine Fitness-Diät, da sie viel Energie liefern.
Paranüsse
Paranüsse zeichnen sich durch ihren hohen Mineralstoffgehalt aus, vor allem Selen, und sind zudem reich an Vitamin E.
Sie sind sehr energiereich und nahrhaft (ideal für Sportler) und enthalten große Mengen gesunder Fettsäuren.
Mandeln
Sie enthalten Stärke, Saccharose, Glukose und eine hohe Fettkonzentration.
Eine weitere wichtige Eigenschaft von Mandeln ist ihr Reichtum an Vitamin E, Kalzium und Phosphor, die zur normalen Erhaltung von Knochen und Zähnen beitragen.

Auch Mandelmilch oder andere Derivate sind möglich zu konsumieren.
Kürbiskerne
Sie sind sehr reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und der Aminosäure L-Tryptophan.
Ihr Ölanteil macht sie kalorienreich.
Haselnüsse
Einer der wichtigsten Nährstoffe in Haselnüssen ist Vitamin E.
Außerdem enthalten sie einfach ungesättigte Fettsäuren, Magnesium, Ballaststoffe, Kalzium, Zink, Eisen und mehr.

Sie enthalten kein Cholesterin und ihr pflanzliches Protein ist von ausgezeichneter Qualität mit hohem Arginin-Gehalt.
Kastanien
Das Hauptmerkmal dieser Nüsse ist, dass fast die Hälfte ihrer Zusammensetzung aus Kohlenhydraten besteht.
Ihr Fettgehalt ist vergleichbar mit dem von Getreide und daher viel niedriger als bei anderen Nüssen.
Zu den regulierenden Nährstoffen gehören Kalium und Folsäure. Wenn man den Wasseranteil berücksichtigt, der fast die Hälfte ihres Gewichts ausmacht, sind Kastanien eine der kalorienärmsten Nusssorten.
Sesamsamen
Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Diese Nuss ist ideal für Sportler, die einen zusätzlichen Energieschub für ihre Aktivitäten brauchen.
Kiefernkerne
Der Proteingehalt von Kiefernkernen kann bis zu 20 % ihres Gewichts ausmachen.
Sie sind vor allem für ihren Reichtum an B-Vitaminen bekannt und enthalten außerdem Vitamin E.

Sie enthalten Kalium, Phosphor und Magnesium, eine große Menge mehrfach ungesättigter Fette und sind zudem eine empfohlene Energiequelle.
Nüsse, Vorteile
Die Vorteile von Nüssen werden oft wegen ihres Kaloriengehalts oder unvollständiger Aminosäuren in Frage gestellt oder unterschätzt.
Tatsächlich hat jede Nusssorte besondere Eigenschaften, die oft unbekannt sind und sehr wichtig sind. Nüsse in den Ernährungsplan einzubauen, bringt nicht nur einen großen Energieschub, sondern auch viele andere natürliche Vorteile, von denen einige für den Körper unverzichtbar sind.

Nüsse sind sehr kalorienreiche Lebensmittel, was sie zu einer großartigen Energiequelle für Sportler oder Menschen mit körperlich anstrengenden Berufen macht.
Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Fetten, besonders Omega-6.
Die tägliche Aufnahme von 10 g Linolsäure trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.
Außerdem sind Nüsse allgemein reich an:
- Phosphor: Trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.
- Selen: Unterstützt die normale Funktion der Schilddrüse.
- Folsäure: Hilft, Müdigkeit und Erschöpfung zu reduzieren und unterstützt die normale Aminosäuresynthese.
Kalorien
Nüsse sind sehr kalorienreich, da ihr Fettgehalt sehr hoch ist, und jedes Gramm Fett liefert 9 Kilokalorien – das energiereichste aller Nährstoffe.
Die Kalorien der 10 wichtigsten Nusssorten sind:
- Erdnuss – 567 kcal
- Walnüsse – 654 kcal
- Macadamianüsse – 718 kcal
- Paranüsse – 659 kcal
- Mandeln – 579 kcal
- Kürbiskerne – 559 kcal
- Haselnüsse – 629 kcal
- Kastanien – 363 kcal
- Sesamsamen – 573 kcal
- Kiefernkerne – 673 kcal
Proteine
Nüsse sind pflanzliche Proteinquellen, allerdings unvollständig, da sie normalerweise wenig L-Lysin enthalten, die limitierende Aminosäure.
Die Kombination von Nüssen und Hülsenfrüchten wie Linsen ergänzt die Proteine und ergibt eine hervorragende Quelle kompletter pflanzlicher Proteine mit hohem biologischem Wert.
Die Proteingehalte der 10 wichtigsten Nusssorten sind:
- Erdnuss – 26,17 g
- Walnüsse – 15,23 g
- Macadamianüsse – 7,91 g
- Paranüsse – 14,32 g
- Mandeln – 21,15 g
- Kürbiskerne – 19,4 g
- Haselnüsse – 13,7 g
- Kastanien – 6,82 g
- Sesamsamen – 17,73 g
- Kiefernkerne – 11,57 g
Machen Nüsse dick?
Ihr hoher Nährstoffgehalt könnte auf den ersten Blick vermuten lassen, dass ihr Verzehr mit einer Fettleibigkeit verbunden ist.
Tatsächlich haben Querschnittsstudien eine umgekehrte Beziehung zwischen Nusskonsum und BMI gezeigt, ebenso eine Verbesserung des Lipidprofils.

Veränderungen im Lipidprofil bei einem Konsum von 10, 12,2 und 20 % der täglichen Kalorienzufuhr aus Walnüssen. TC: Gesamtcholesterin; LDL-c: LDL-Cholesterin; LDL-c/HDL-c: Verhältnis von LDL zu HDL; TG: Triglyzeride.
In einer umfangreichen Studie mit über 100.000 Personen und mindestens 12 Jahren Nachbeobachtung wurde festgestellt, dass eine tägliche Portion Walnüsse mit einer Gewichtsreduktion verbunden war, wie im folgenden Diagramm zu sehen ist, während andere Lebensmittel wie Pommes, zuckerhaltige Getränke oder verarbeitetes rotes Fleisch mit einer Gewichtszunahme verbunden waren.

Gewichtsveränderungen nach Erhöhung einer täglichen Portion verschiedener Lebensmittel. Nüsse sind in der Grafik markiert.
Die vorgeschlagenen Mechanismen, warum Nüsse trotz ihres hohen Kaloriengehalts nicht dick machen, sind im folgenden Diagramm zusammengefasst:

Vorgeschlagene Mechanismen, durch die Nüsse trotz ihrer Kalorien die Gewichtszunahme verringern können.
Welche Nüsse sind am besten für die Gesundheit?
Jede Nusssorte hat ihren Platz in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.
Die Kalorien der 10 wichtigsten Nusssorten sind:
- Walnüsse.
- Mandeln.
- Sesamsamen.
- Haselnüsse.
- Kürbiskerne.
- Macadamianüsse.
- Erdnüsse.
- Kiefernkerne.
- Paranüsse.
- Kastanien.
Denkt daran: Es gibt keine guten oder schlechten Lebensmittel, sondern nur den Missbrauch von Menge und Häufigkeit!
Quellenangaben
- Jackson, C. L., & Hu, F. B. (2014). Long-term associations of nut consumption with body weight and obesity. The American journal of clinical nutrition, 100 Suppl 1(1), 408S–11S.
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