Es gibt mehrere wissenschaftlich anerkannte Trainingsprinzipien, die bei der Planung jedes Trainingsprogramms berücksichtigt oder angewendet werden sollten, um die körperliche Leistung zu verbessern.
Wenn du eine Sportstrategie vorbereitest, schadet es nicht, einen Blick auf diese wichtigsten Trainingsprinzipien zu werfen:
Inhaltsverzeichnis
Prinzip der Anpassung
Dieses bezieht sich auf die Fähigkeit des Körpers, sich an die Anforderungen anzupassen, die ihm gestellt werden.
Deshalb werden wir, je mehr wir die spezifischen Bewegungen einer Sportart üben, diese beherrschen – die Zeit dafür variiert je nach Kondition der Person.

Um eine angemessene Leistung zu erzielen, muss der angewandte Reiz in einem bestimmten Intensitätsbereich liegen, in dem die organische Reaktion optimale Effekte hervorruft.
Jeder hat unterschiedliche Fähigkeiten und Grenzen, deshalb sollte die Belastung immer individuell nach einer vorherigen Bewertung angepasst werden.
Prinzipien zur Sicherstellung der Anpassung
Kontinuität und Periodisierung
Die Kontinuität im Training ermöglicht es, das genetische Potenzial der Sportler in ihrer Leistung zu erreichen.
Das Prinzip der Wiederholung garantiert die Festigung von Gewohnheiten und Wissen, die Stabilität der Technik, den Erwerb von Erfahrung und sportliche Erfolge.

Das Konzept der Periodisierung steht in engem Zusammenhang mit der Leistungssteigerung durch sportliche Planung.
Es besteht darin, Trainingsperioden oder -zyklen festzulegen, in denen die Trainingsbelastungen unter Berücksichtigung der Belastungskomponenten verteilt werden.
Eine Methode, die von Spitzensportlern genutzt wird, ist die Überwindung von Leistungsplateaus durch einen langen Regenerationszyklus von 6 bis 12 Monaten. Dieser basiert auf der Anwendung von deutlich geringerer Intensität und Volumen.
Prinzip der individuellen Unterschiede
Hier wird berücksichtigt, dass jeder Mensch einzigartig ist und höchstwahrscheinlich unterschiedlich auf dieselbe Übung oder Routine reagiert.
Das ist sehr wichtig bei der Erstellung unserer Trainingsroutine und man sollte sich nicht einfach von dem leiten lassen, was bei anderen funktioniert…

Einige dieser Unterschiede zwischen Personen hängen mit Größe, Genetik, Trainingserfahrung, früheren Verletzungen, Geschlecht … zusammen.
Zum Beispiel braucht eine Frau möglicherweise etwas mehr Zeit zur Erholung als ein Mann, oder erfahrene Athleten mehr als junge.
Prinzip der Überlastung
Dieses Trainingsprinzip besagt, dass der Körper einen stärkeren Reiz als zuvor benötigt, um darauf zu reagieren und eine neue Anpassung zu erzwingen.
Abwechslung und Variation der Belastung
Die abwechslungsreiche Steigerung der Belastung ist eine unverzichtbare Voraussetzung für Leistungsverbesserung.
Die Idee der Belastungsvariation bedeutet, Reize unterschiedlicher Art zu setzen (zum Beispiel schwere Sätze Bankdrücken mit technischen und leichten Sätzen Kreuzheben abwechseln).

Das optimale Verhältnis zwischen Belastung und Erholung steht in direktem Zusammenhang mit dem Prinzip der Superkompensation, das besagt, dass nach jeder Belastung oder Reiz ein optimaler Erholungszeitraum für eine angemessene Leistungssteigerung benötigt wird.
Prinzip der Progression
Dieses Prinzip besagt, dass ein bestimmtes Überlastungsniveau überschritten werden muss und eine bestimmte Zeitspanne für diese Überlastung eingehalten werden muss.
Eine systematische und schrittweise Steigerung der Trainingsbelastung über einen Zeitraum führt zu positiven Ergebnissen in der Leistung und verringert das Verletzungsrisiko.

Wenn die Überlastungssteigerung zu langsam erfolgt, ist eine kurzfristige Verbesserung unwahrscheinlich, aber wenn sie zu schnell passiert, kann das zu Verletzungen oder Muskelschäden führen.
Dieses Trainingsprinzip beinhaltet die Einhaltung angemessener Erholungs- und Ruhezeiten. Dauerhafter Stress und ständige Überlastung führen zu Erschöpfung und Verletzungen.
Prinzip von Nutzung / Nichtnutzung
Dieses Trainingsprinzip ist besonders im Bodybuilding relevant, vor allem im Hinblick auf die sarkoplasmatische Hypertrophie.
Es basiert auf dem Motto „Benutze es oder verliere es“, das heißt, der aufgebaute Muskel muss weiterhin trainiert werden, um dem Körper einen Grund zu geben, ihn zu erhalten.

Keine Panik… nur weil du mal eine Trainingspause machst, verlierst du nicht sofort alle Muskeln.
Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle: die körperliche Verfassung, wie lange man schon trainiert, wie lange die Pause dauert…
Prinzip der Spezifität
Das Prinzip besagt im Grunde, dass wenn wir eine bestimmte Muskelgruppe oder Fähigkeit verbessern wollen, wir sie auch gezielt trainieren müssen.

Ein Läufer trainiert durch Laufen, ein Schwimmer durch Schwimmen, wenn wir unsere Klimmzugzahl verbessern wollen, müssen wir üben, üben und noch mehr üben…
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