Das Tragen eines Lendenbands ist grundlegend für verschiedene Sportarten wie Gewichtheben, Crossfit, Powerlifting und andere Disziplinen, die das Heben hoher Lasten oder maximale Anstrengungen erfordern. Dabei solltest du aber ein paar Dinge beachten.
Das Lendenband hilft dir, die Rückenhaltung zu bewahren, was besonders vorteilhaft sein kann, wenn du kürzlich eine Verletzung hattest, und es kann helfen, Verletzungen vorzubeugen.
Inhaltsverzeichnis
Warum man einen Gürtel zum Gewichtheben verwenden sollte
Die Muskeln im Lendenbereich und die der Bauchmuskulatur sind die Hauptakteure bei der Stabilisierung des Rumpfes während schwerer Hebebewegungen, wie sie beim Krafttraining mit Gewichten ausgeführt werden.
Diese Muskeln sind auch besonders anfällig für Verletzungen beim Gewichtheben.

In diesem Sinne sollte ein Lendenband verwendet werden, um den Lenden- und Bauchbereich zu schützen, mehr Stabilität zu erreichen, eine korrekte Ausführung zu gewährleisten und mögliche Verletzungen zu vermeiden.
Das Lendenband ist perfekt, um dir beim Heben schwerer Lasten zusätzlichen intraabdominalen Druck zu geben, was dir mehr Power bei jedem Lift ermöglicht. Aber du solltest es nicht immer tragen, da die Muskulatur sonst schwächer werden könnte.
Hauptfunktionen
Der Gewichthebergürtel erzeugt einen Anstieg des intraabdominalen Drucks, der den Bereich des geraden Bauchmuskels und den Lendenbereich versteift, was mehr Kraft ermöglicht und gleichzeitig als externer Stabilisator für eine sicherere Ausführung dient.
Außerdem führt der erhöhte intraabdominale Druck dazu, die Kompression der Bandscheiben zu verringern und so das Risiko von Lendenverletzungen beim Gewichtheben zu senken.

Das ist eine weitere Hauptfunktion des Gürtels.
Eine weitere wichtige Funktion des Lendenbands ist die Unterstützung beim Heben von Gewichten, da es die Bewegung während der Übung verbessert.
Welche Vorteile hat das Tragen eines Lendenbands
Durch das Tragen eines Lendenbands ergeben sich wichtige Vorteile, wie die folgenden.
- Reduziert die Lendenbelastung durch Kompression der Bauchhöhle.
- Der erhöhte intraabdominale Druck bietet mehr Halt im unteren Rücken, wodurch die Rückenstreckmuskulatur während der Übung weniger arbeiten muss.
- Hilft, die Rückenhaltung zu bewahren.
- Verhindert Verletzungen: wie Bandscheibenvorfälle und Verschiebungen beim Heben von Gewichten.
- Verbessert die Leistung bei Krafttraining mit Gewichten und anderen Sportarten, die das Heben von Lasten beinhalten.
- Stärkt die ischiokruralen Muskeln, die die Hüftstreckung und Kniebeugung erleichtern. Kann sogar die Quadrizeps aktivieren und so die Ermüdung beim Training verringern.
Arten von Krafttrainingsgürteln
Die Wahl eines Krafttrainingsgürtels wird zur Notwendigkeit, wenn die Gewichte deutlich erhöht werden.
Es gibt drei Arten von Gewichthebergürteln mit unterschiedlichen Vorteilen:
Doppel- und Hebelverschluss-Gürtel (Powerlifter): Sie sind aus Leder, schwer, teuer (gute ab 60 Euro), sehr langlebig und ziemlich komplex (Hebelverschlüsse müssen mit Schraubenzieher zum Verstellen demontiert werden).

Einfach- oder Doppelschnallen-Gürtel (Weightlifter): Sie sind aus leichterem Leder als Powerlifter-Gürtel und meist einlagig (im Gegensatz zu den zweilagigen). Sie sind hinten meist breiter als vorne, kosten etwa 20-50 Euro und werden in fast jedem Fitnessstudio am meisten genutzt.

Neopren und Klettverschluss: Diese Gürtel reichen wahrscheinlich für 99 % der normalen Fitnessstudio-Besucher. Sie sind aus Stoff und der häufigste Verschluss ist Klett. Die Hauptvorteile sind, dass sie sich genau an den gewünschten Umfang anpassen und die Schnalle bei Bewegungen wie Kniebeugen oder Kreuzheben nicht stört – Nummer 2 scheint also oft die bessere Wahl.

Für die Kaufentscheidung solltest du bestimmte Kriterien kennen. Im nächsten Abschnitt findest du nützliche Infos dazu:
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Zu den wichtigsten Aspekten zählen die zu bewältigende Last und die Ausführungstechnik, danach kannst du die weiteren Kriterien prüfen.
Art des Hebens
Wir unterscheiden hier zwischen Powerlifting und Fitness, Bodybuilding…
- Powerlifting oder Gewichtheben. Bei dieser Hebeart ist es nötig, Luft einzuziehen und den Bauch zu weiten, um den nötigen Druck aufzubauen. Meist wird ein breiter, stabiler Gürtel verwendet, der das Aufblähen des Bauchs begrenzt.
- Fitness. Der Sportler braucht mehr Bewegungsfreiheit ohne Behinderung durch das Zubehör. Hier wird ein breiter Gürtel hinten und deutlich schmalerer vorne getragen.
Dicke
Die Dicke variiert meist zwischen 10 und 13 Millimetern.
Je dicker der Gürtel, desto steifer ist er.
Material
Lendenbänder werden aus Leder, Wildleder oder Nylon gefertigt.
- Generell sind Leder- (steifer und langlebiger) und Wildledergürtel passend für den olympischen Stil.
- Nylon bietet Halt, aber mehr Flexibilität.
Verschluss
Er kann eine Schnalle (einfach oder doppelt) oder einen Hebelverschluss haben.
Der Hebelverschluss ist am praktischsten, da er in der gewünschten Position fixiert bleibt.
Passform
Der Gürtel sollte gut sitzen und bequem sein (beim Heben solltest du ihn festziehen und eine leichte Unannehmlichkeit spüren, danach kannst du ihn wieder lockern).
Weitere Empfehlungen
Nur in solchen Fällen ist es gerechtfertigt, um die Bewegungen stabil und sicher auszuführen und das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Der regelmäßige Gebrauch des Gürtels kann den gegenteiligen Effekt haben.

Das heißt, es kann zu einer Entwöhnung der Wirbelsäulenstabilisatoren kommen, was zu Funktionsstörungen bei Bewegungen ohne Gürtel führt.
Quellen
- „Wie man mit Krafttraining beginnt“ Ginesangel Baez Baños 2015
- „Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, Ischias, Nackenschmerzen“ Dr. Philippe Maslo 2001
- „Programmierung und Koordination von Fitnessaktivitäten in einem multifunktionalen Trainingsraum“ Alejandro Pereira Ortega und Sandra Rodríguez Ramos 2014
- Berufliche und persönliche Ausbildung und Erfahrung.
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