Vielleicht weißt du nichts mit Spartan Race, The Judgement Day oder Tough Guy anzufangen. Aber wenn ich dir sage, dass dein Kumpel, der ab und zu Fotos auf Facebook postet, auf denen er komplett mit Schlamm bedeckt ist und von Ohr zu Ohr grinst, genau bei solchen Rennen mitmacht, wird dir das Ganze bestimmt schon vertrauter vorkommen
Hindernisläufe sind eine ungewöhnliche, aber aufregende Disziplin, bei der die Teilnehmer auf einer Strecke voller Herausforderungen antreten. Vom Krabbeln durch den Schlamm bis zum Klettern an einer senkrechten Wand. Es ist eine echte Herausforderung, bei der Körper und Geist an ihre Grenzen gebracht werden. Der Läufer tritt der Natur von Angesicht zu Angesicht gegenüber.
Wie bei anderen klassischen Stadtläufen ist das Prinzip bei Hindernisläufen einfach: Das Ziel ist es, ins Ziel zu kommen. Der Unterschied ist, dass du hier ständig gegen Hindernisse und andere natürliche Elemente kämpfst. Trailrunner oder Marathonläufer sehen in dieser Disziplin eine super spaßige und abwechslungsreiche Alternative, bei der garantiert nichts fehlt. Es verbindet Natur perfekt mit einer ordentlichen Portion Bewegung.
Was diese Läufe so beliebt macht, ist, dass sie sowohl für Zuschauer als auch für Athleten Spannung pur bieten. Es gibt Rennen mit verschiedenen Distanzen – von 5 km bis 20 km – und alle möglichen Kategorien, damit jeder, der Lust hat, in diesen Sport einzusteigen, mitmachen kann.
Um bei so einem Rennen mitzumachen, braucht man eine umfassende körperliche Vorbereitung. Körperliche Ausdauer ist nicht die einzige Fähigkeit, die zählt. Man braucht auch eine mentale Stärke, um den Druck auszuhalten, den der Körper erfährt, und um die Strecke gut zu planen: die Umgebung analysieren und die Energie einteilen, damit man bei keinem Hindernis versagt.
Eine passende Muskulatur und eine präzise Technik sind der Schlüssel, um möglichst viele Hindernisse zu überwinden und keine Strafpunkte zu kassieren. Hindernisläufe sind eine großartige Herausforderung und gleichzeitig ein super Grund, draußen und sehr abwechslungsreich zu trainieren, mit dem Bonus, den Körper ausgewogen und gut definiert zu formen.
Die 5 wichtigsten Hindernisse bei Hindernisläufen
1. Klippe
Die besten Hindernisse sind immer die, die uns die Natur schenkt. Deshalb ist es fast eine göttliche Leistung, von einer Klippe zu springen und im Wasser zu landen. Die zwei größten Herausforderungen bei dieser Prüfung sind die Sprungtechnik und die Höhenangst, die ein Abgrund auslöst. Beim Sprung solltest du immer geradeaus schauen, die Arme vor der Brust verschränken und die Beine gestreckt halten.

2. Schlamm
Ohne Zweifel der Star bei Hindernisläufen. In fast jedem Rennen spielt Schlamm eine besondere Rolle. Das Hauptproblem ist, dass er das Vorankommen verlangsamt und dich schwerer fühlen lässt. Ob krabbelnd, laufend oder kletternd – Schlamm ist ein Handicap, das nur echte Krieger aushalten. Wie bei der Klippe ist die einzige Lösung, unter realen Bedingungen zu trainieren.

3. Sandsäcke
Dieses Hindernis besteht darin, auf einem Teil der Strecke einen schweren Jutesack zu tragen. Je nach Rennen und Kategorie kann der Sack mehr oder weniger schwer sein. Meist wiegen sie um die 20 kg, manchmal musst du statt eines Jutesacks einen LKW-Reifen heben oder ein Gewicht so weit wie möglich werfen. Wie du dir sicher schon gedacht hast, trainiert man das am besten, indem man mit einer Last einen Berg hochsteigt.

4. Monkey Bars
Das ist eine Calisthenics-Übung, die eine enorme Körperkontrolle erfordert. Du musst dein Körpergewicht halten, indem du dich mit den Händen an den Sprossen einer waagerechten Leiter festhältst. Je nach Rennen und Kategorie variiert die Länge und Größe der Leiter. Der Trick, um das erfolgreich zu schaffen, ist, den richtigen Körperschwung zu finden, um dich von Stange zu Stange zu schwingen.

5. Mauern über 2 Meter
Klingt erstmal machbar, aber wenn du vor der Mauer stehst, merkst du, wie hart die Prüfung wirklich ist. Für viele Läufer ist das ohne Zweifel das härteste Hindernis, weil es Präzision und Technik verlangt. Wenn du es nach mehreren Versuchen nicht schaffst, ist die Demotivation und mentale Blockade komplett. Obwohl die Höhe entscheidend ist, kann jeder Läufer die Mauer überwinden, wenn er weiß wie. Du brauchst guten Griff, Rückenmuskulatur, Koordination von Ober- und Unterkörper und natürlich Sprungkraft.
6 Hindernisläufe in Spanien
Auch wenn Hindernisläufe in Spanien noch nicht so weit verbreitet sind, wächst die Fangemeinde stetig und der Trend zeigt, dass es in den nächsten Jahren ein echter Boom wird, vergleichbar mit dem aktuellen Hype um Triathlons. Wenn du es mal ausprobieren willst, sind die beliebtesten Hindernisläufe in unserem Land:
- Eternal Running: (10 km mit 80 Hindernissen) Ohne Zweifel das einschüchterndste von allen. Findet im ganzen Land statt.
- Farinato Race: (7 km mit 27 Hindernissen) Anmeldung einzeln oder im Team möglich, wird überall in Spanien organisiert.
- Bestial Race: (12 km mit 24 Hindernissen) Gestartet auf Gran Canaria, mit verrückten Hindernissen wie Heuballen überspringen oder Traktorreifen heben.
- Spartan Race: (Sprint sind 5 km mit 23 Hindernissen) Definitiv das bekannteste. Weltweit über 130 Ausgaben und tausende Fans, die jedes Jahr alles für die Ehre Spartas geben.
- The Mud Race: (13 km mit 22 Hindernissen) Das Schlammrennen – mehr muss man nicht sagen. Die Prüfungen sind inspiriert von den US-Militärtrainings.
- Legion Race (1 km mit über 20 Hindernissen) Bietet kurze, explosive Hindernis-Battles unter 1 km. Eine andere Kategorie, die auch als Trainingsfeld für professionelle OCR-Läufer dient.
Wie wäre es, wenn wir zu all dem noch einen weiteren wichtigen Faktor hinzufügen…? Das Wetter!
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