Die wichtigste natürliche Ressource für die Leberpflege stammt von einer ganz gewöhnlichen Distel, der Mariendistel. Eine Überraschung, die noch ergänzt wird durch ihre hervorragende Wirkung gegen Allergien, Asthenie und Verdauungsstörungen.
Diese tolle Visitenkarte geht weit darüber hinaus, denn es handelt sich um ein pflanzliches Heilmittel, bei dem spanische Forscher kürzlich nachweisen konnten, dass es Gehirnmetastasen bekämpfen kann. Und das verdanken wir der bescheidenen Mariendistel, einer Pflanze, die man überall auf dem Feld findet, wenn man spazieren geht.

Inhaltsverzeichnis
- 1 Was ist die Mariendistel?
- 2 Wie sieht „Silybum Marianum“ aus und wo wächst sie?
- 3 Kennst du ihre Fähigkeit zur Leberregeneration?
- 4 Ihre außergewöhnlichen Eigenschaften als Leberprotektor
- 5 Silimarin ist der Schlüsselwirkstoff
- 6 Vorteile, die über die Lebergesundheit hinausgehen
- 7 Ist die Mariendistel auch gegen andere Krankheiten wirksam?
- 8 Wie hängt die Mariendistel mit Diabetes zusammen?
- 9 Wie nimmt man sie ein?
- 10 Weißt du, welche Kombinationen am synergistischsten wirken?
- 11 Gibt es Gegenanzeigen?
Was ist die Mariendistel?
Die Mariendistel ist ein pflanzliches Supplement, das die entgiftende Funktion des Körpers unterstützt und unter anderem die lebenswichtigen Funktionen der Leber schützt.
Ein vorübergehender Trend? Nein! Ein Heilmittel, das seit über 2 000 Jahren bei Lebererkrankungen verwendet wird. Wissenschaftlich bekannt unter dem lateinischen Namen Silybum Marianum, ist sie für die meisten einfach die „Mariendistel“.
Bessere natürliche Formeln zur Leberpflege als Mariendistelextrakt wirst du nicht finden, denn er schützt dieses lebenswichtige Organ vor den Auswirkungen von Toxinen und einer Reihe von Lebererkrankungen.
In den letzten vier Jahrzehnten haben unzählige Studien und Forschungen bestätigt: Die Mariendistel kann mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit aufwarten, die Leber und den restlichen Körper vor vielen potenziellen Schäden zu schützen.
Wie sieht „Silybum Marianum“ aus und wo wächst sie?
Die Mariendistel ist eine sehr robuste Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch werden kann und sogar darüber hinaus. Ihre Lebensdauer ist kurz: Nach zwei Jahren voller Pracht trocknet sie aus und stirbt.
Optisch ist sie sehr farbenfroh. Sie zeigt eine Rosette aus großen, glänzenden Blättern, die weiß gesprenkelt sind und gelbliche Dornen an den Rändern haben. Die oberen Blätter sind kleiner. Sie hat einen kräftigen Stängel mit wenigen Verzweigungen, der in schönen Blütenköpfen endet, die von stacheligen, gebogenen Hochblättern umgeben sind. Die röhrenförmigen Blüten sind purpurfarben.
Sie blüht im Frühling bis zur ersten Sommerhälfte. Sie wächst auf Brachflächen sowie an Wegrändern und Bahndämmen. Manchmal wächst sie so dicht, dass sie undurchdringliche Barrieren bildet.
Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien stammend, wird die Mariendistel sowohl als Zierpflanze als auch als landwirtschaftlicher Schutz angebaut. In den letzten Jahren wurden Anbauflächen eingerichtet, um ihre Früchte kommerziell zu nutzen.

Kennst du ihre Fähigkeit zur Leberregeneration?
Die Leber zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein sehr widerstandsfähiges Organ ist, das eine beeindruckende Fähigkeit zur Selbstregeneration besitzt und auch bei Schäden weiter funktioniert.
Dennoch ist die Leber leider nicht vor bleibenden Schäden gefeit. Tatsächlich wird sie bei Überlastung, wenn sie eine große Menge an Toxinen ausscheiden muss – sei es durch Nahrung, Wasser, Alkohol oder Drogen, zu denen noch die in der Luft enthaltenen hinzukommen – stark belastet.
Die Silimarin hat sich als wirksam bei der Behandlung von Lebererkrankungen erwiesen, die durch Alkoholismus und akute sowie chronische virale Hepatitis verursacht werden, unter anderem.
Ihre außergewöhnlichen Eigenschaften als Leberprotektor
Angesichts dessen, was du gerade liest, ist es nicht schwer zu verstehen, dass die Mariendistel noch viele weitere Qualitäten zu bieten hat.
Eine ihrer Hauptstärken ist, dass sie Entzündungen reduziert, weshalb sie oft von Menschen mit entzündeter Leber oder Hepatitis genutzt wird. Diese Pflanze schützt die Leberzellen, indem sie das Eindringen schädlicher Toxine blockiert und deren Ausscheidung aus dem Körper unterstützt.
Ihr Wirkstoff (der die Leber schützt) heißt Silimarin, ein chemischer Komplex, der aus den Samen gewonnen wird. Silimarin ist eigentlich eine Gruppe von Flavonoiden (Silibinin, Silidianin und Silicristin), die mit der Reparatur von Leberzellen verbunden sind, die durch Alkohol und andere toxische Substanzen geschädigt wurden.
Silibinin macht 50–70 % des Silimarins aus und gilt als der biologisch aktivste Bestandteil des Mariendistelextrakts, der die meisten Vorteile bietet.
Wie bei anderen Flavonoiden ist die Mariendistel ein starkes Antioxidans, das intensiv an der Erhaltung von Gesundheit und Energie arbeitet. So kann sie dich vor Schäden durch freie Radikale und Lipidperoxidation schützen, die gesunde Zellen und Gewebe schädigen können.

Welche leberbezogenen Erkrankungen erfordern ihre Anwendung?
Sehr vielfältig sind die wichtigsten leberbezogenen Erkrankungen, bei denen Mariendistel empfohlen wird:
- Alkoholische Zirrhose
- Aktive chronische Hepatitis
- Akute virale Hepatitis
- Fettleber, nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) und nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH)
- Leberzellschäden durch Drogen und Alkohol
- Fibrose und Zirrhose
- Lebertoxizität durch Steroidgebrauch
- Umwelt- und Toxinempfindlichkeiten
- Medizinische Zustände, die den Einsatz hepatotoxischer Medikamente erfordern
Die Liste der Wirkungen der Mariendistel endet hier nicht, aber sie gibt dir einen Überblick über die wichtigsten.
Silimarin ist der Schlüsselwirkstoff
Zu aller Überraschung haben Wissenschaftler entdeckt, dass Silibinin Leberverletzungen durch toxische Substanzen wie Alkohol, Paracetamol (Tylenol), Drogen, Schwermetalle, Umweltgifte, den grünen Amanita-Pilz und bakterielle Toxine reduzieren kann.
Die Pflanze enthält außerdem bittere Bestandteile wie Tannine, Histamine, Schleimstoffe, Tyramin, Trimethylglycin, Betain, ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure, Palmitinsäure und Linolsäure) und Vitamine.
Eines der schwerwiegendsten Leberleiden ist die Zirrhose. Die Mariendistel wird als ergänzende Behandlung für Betroffene eingesetzt.
Der Grund: Diese Distelart strotzt vor antioxidativen und regenerativen Eigenschaften, die die Leberfunktion Betroffener fördern und ihre Lebensqualität deutlich verbessern.
Auch Menschen mit Hepatitis C können von den außergewöhnlichen Eigenschaften dieser Pflanze stark profitieren.
Vorteile, die über die Lebergesundheit hinausgehen
Bis hierhin ist klar, dass es kein besseres Mittel zur Leberpflege gibt als die Mariendistel. Doch diese Pflanze entfaltet ihre großartigen Vorteile auch außerhalb des leberschützenden Bereichs. Hier stellen wir dir ihre Wirkungen jenseits der Leber vor.
Die Mariendistel hilft bei…
- Der Senkung des Cholesterinspiegels und damit der Herzgesundheit
- Dem Kampf gegen das Wachstum von Krebszellen in Brust, Darm, Lunge, Prostata, Gebärmutterhals und Niere
- Der Verbesserung des Blutzuckerspiegels
- Als starkes Anti-Aging-Mittel
- Der Linderung von Asthmasymptomen
- Als therapeutisches Mittel zur Vorbeugung von Alzheimer
- Der Reduzierung von Zellschäden durch Strahlen- und Chemotherapie
- Als kraftvolles Antioxidans
- Bei Darmproblemen oder Verdauungsstörungen
- Der Milderung von Hitzewallungen und anderen menopausalen Symptomen
Verstehst du jetzt, warum diese Distel für so viele Gesundheitszustände empfohlen wird?

Ist die Mariendistel auch gegen andere Krankheiten wirksam?
Das zeigt eine Studie eines spanischen Forscherteams, die nachweisen konnte, dass das in der Mariendistel enthaltene Silibinin die Größe von Gehirnmetastasen deutlich verringert und sie in einigen Fällen sogar verschwinden lassen kann.
Silibinin reduziert Gehirnmetastasen deutlich
Vor 8 Jahren begann dieses spannende Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse ein Hoffnungsstrahl für Krebspatienten sind. Im Jahr 2013 veröffentlichten die Forscher und Onkologen Javier Menéndez und Joaquín Bosch vom Catalanischen Onkologie-Institut (ICO) mehrere Studien, die die krebshemmende Wirkung von Silibinin aus der Mariendistel in In-vitro-Tests und an Mäusen belegten.
Der nächste Schritt war eine Studie mit freiwilligen Patienten im Universitätskrankenhaus Josep Trueta in Girona. Die Ergebnisse wurden 2016 in der Fachzeitschrift Oncotarget veröffentlicht, was eine Pressekonferenz zur Erläuterung der Resultate nach sich zog. Die Metastasen schrumpften bei zwei Patienten um 70 bis 85 %.
Trotzdem erhielt die Entdeckung nicht die gebührende Aufmerksamkeit, weshalb Menéndez und Bosch ihre Zusammenarbeit fortsetzten und das Nationale Krebsforschungszentrum (CNIO) von den Vorteilen der Mariendistel überzeugten.
Die Organisation übernahm der Forscher Manuel Valiente, der ein internationales Team von Wissenschaftlern zusammenstellte, um eine Studie durchzuführen, die keine Mühen scheute, um die krebshemmenden Eigenschaften der Mariendistel zu bestätigen und den Wirkmechanismus von Silibinin zu enthüllen.
Ohne Schlagzeilen zu machen, erhielt die Nachricht diesmal mehr Aufmerksamkeit, sodass die bescheidene Mariendistel wieder in den Fokus der aktuellen Berichterstattung rückte.
Weitere Studien zu den krebshemmenden Eigenschaften von Silibinin
Andere Studien, wenn auch in kleinerem Umfang, haben ebenfalls die krebshemmenden Eigenschaften der Mariendistel untersucht und vielversprechende Ergebnisse erzielt.
Eine Studie zeigt, dass die tägliche Einnahme von 160 mg Silimarin in Kombination mit anderen Nutraceuticals (Soja-Isoflavonen, Folsäure, Vitamin C, d-Acetyl-L-Cystein, Selen und Lycopin) die Marker für Prostatakrebs senkte.
Gleichzeitig wurde die Mariendistel experimentell gegen Brustkrebs und Leukämie sowie andere Tumorarten eingesetzt.
Zusammenfassend scheint Silibinin aus der Mariendistel eine Substanz zu sein, die 10–30 % der krebskranken Patienten mit Metastasengefahr helfen könnte. Einige Experten glauben, dass diese Substanz in Zukunft möglicherweise standardmäßig verabreicht wird, wenn die derzeit laufende Forschung weiterhin positive Ergebnisse liefert. Und genau das ist der Weg, auf dem sich die Mariendistel befindet.
Wie hängt die Mariendistel mit Diabetes zusammen?
Einige klinische Studien zeigen, dass Diabetiker, die ihre konventionelle Behandlung mit Mariendistel kombinieren, eine Senkung des Blutzuckerspiegels und eine Verringerung der Insulinresistenz beobachten.
Ergebnisse aktueller Studien aus dem Jahr 2016 legen nahe, dass die Mariendistel zu ihren Hauptwirkungen die Reduzierung der Glukoseaufnahme durch die Zellen zählt.
Wenn du jedoch an dieser Krankheit leidest oder Medikamente dagegen einnimmst, solltest du vor der Einnahme von Mariendistelextrakt unbedingt deinen Arzt konsultieren.
Wie nimmt man sie ein?

Sind Mariendistel-Tees wirksam?
Verschiedene Studien zeigen, dass Silimarin oder der Wirkstoff der Mariendistel nicht sehr gut in Wasser löslich ist, weshalb die Vorteile bei Teezubereitung möglicherweise nicht so stark sind wie bei Extrakten oder Kapseln.
Weißt du, welche Kombinationen am synergistischsten wirken?
Bestimmt hast du schon mal von der Synergie bei der Kombination von Nahrungsergänzungsmitteln gehört. Im Fall der Mariendistel scheint eine der effektivsten Behandlungen für Hepatitis die Kombination von Mariendistelsamen mit Alpha-Liponsäure (ALA) und Selen zu sein.
Die Mischung dieser Nährstoffe bietet zahlreiche Vorteile für die Lebergesundheit durch vielfältige Wirkmechanismen.
Es ist auch erwiesen, dass die Kombination von Silimarin und Glutathion mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln wie N-Acetylcystein oder Acetylglutathion hohe Glutathionspiegel erzeugt, die antioxidative Eigenschaften haben, besonders in der Leber.
Gibt es Gegenanzeigen?
Die Mariendistel ist seit Jahrhunderten eine der am häufigsten verwendeten Heilpflanzen als natürliches Mittel, dank ihrer zahlreichen Eigenschaften und Vorteile für die Lebergesundheit und den gesamten Körper.
Die Einnahme von Mariendistel ist sehr sicher und verursacht kaum Nebenwirkungen, dennoch sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Sei vorsichtig, wenn:
- Du schwanger bist oder stillst
- Du regelmäßig Medikamente wie Paracetamol einnimmst
- Du gegen Ambrosia allergisch bist
In diesen Fällen solltest du vor der Anwendung dieser Pflanze deinen Arzt konsultieren.
Ein „Zehner“ unter den Leberprotektoren, mit krebshemmenden Eigenschaften, gut für den Cholesterinspiegel, mit starker Anti-Aging-Wirkung… Was muss die Mariendistel noch leisten, damit du ihr eine Chance gibst?
Quellen:
- Anwar S, Madkor HR, Ahmed N, Wagih ME. In vivo anticlastogenic effect of silymarin from milk thistle Silybum marianum L. Indian J Pharmacol. 2018 May-Jun;50(3):108-115. doi: 10.4103/ijp.IJP_660_16.
- Abenavoli L, Izzo AA, Milić N, Cicala C, Santini A, Capasso R. Milk thistle (Silybum marianum): A concise overview on its chemistry, pharmacological, and nutraceutical uses in liver diseases. Phytother Res. 2018 Aug 6. doi: 10.1002/ptr.6171.
- Drouet S, Doussot J, Garros L, Mathiron D, Bassard S, Favre-Réguillon A, Molinié R, Lainé É, Hano C. Selective Synthesis of 3-O-Palmitoyl-Silybin, a New-to-Nature Flavonolignan with Increased Protective Action against Oxidative Damages in Lipophilic Media. Molecules. 2018 Oct 10;23(10). pii: E2594. doi: 10.3390/molecules23102594.

Blog zu Fitness, Ernährung, Gesundheit und Sport | Blog HSN En el Blog de HSNstore encontrarás tips sobre Fitness, deporte en general, nutrición y salud – HSNstore.com 

