Wir erzählen dir, was Apfelfaser ist – ein Superfood voller toller Eigenschaften.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Apfelfaser?
Dabei handelt es sich um einen Komplex aus unverdaulichen Kohlenhydraten und Lignin, der natürlich in Äpfeln vorkommt.
Die Apfelfaser wird aus dem Fruchtfleisch und der Schale der Äpfel gewonnen, die nach dem Pressen zur Saftherstellung und später zur Herstellung von Apfelwein übrig bleiben.

Apfelfabrik, traditionelle asturische Struktur zur Gewinnung von Apfelsaft.

Traditionelles Zerkleinern nach der Apfelernte.
Diese Masse entsteht als Nebenprodukt des Prozesses und wurde gepresst, um den ganzen Saft herauszuholen.
Sie wird fast sofort getrocknet (wobei verschiedene mechanische Verfahren zum Einsatz kommen können), um einen Feuchtigkeitsgehalt von unter 10 % zu erreichen, der das Material vor Mikroorganismen schützt. Anschließend wird daraus die Faserfraktion von den übrigen Nährstoffen im Apfelfruchtfleisch isoliert.
Nach dem kompletten Prozess erhalten wir ein Produkt mit einem Gehalt von etwa 60 % Ballaststoffen, das eine Reihe physikalisch-chemischer Eigenschaften aufweist, die es zu einer interessanten Option machen, um die Ballaststoffzufuhr zu erhöhen.
Aus welchen Fasern besteht Apfelfaser?
Die Ballaststoffe bestehen aus verschiedenen Kohlenhydraten, die im menschlichen Darm nicht verdaut werden können.
Die Lignin ist eine weitere Faserart mit einer chemischen Struktur, die sich von den anderen unterscheidet, aber ebenfalls als „Ballaststoff“ eingestuft wird.
All diese Strukturen müssen natürlich in Pflanzen vorkommen.

Zusammensetzung der Ballaststoffe in Apfelfaser.
Die Zusammensetzung der Apfelfaser ist in der obigen Tabelle dargestellt.
Wie du siehst, besteht der Großteil, etwa 70 % aus unlöslichen Fasern, während der kleinere Anteil lösliche Fasern sind.
Wir wissen bereits, dass verschiedene Ballaststoffarten (löslich und unlöslich) unterschiedliche Wirkungen im Körper haben, und eine breite Vielfalt davon ist super, wenn es um ein ballaststoffreiches Produkt geht.

Deshalb ist Apfelfaser eine hervorragende Wahl, um die empfohlenen täglichen Ballaststoffmengen zu erreichen (die kaum jemand schafft, denn der durchschnittliche Ballaststoffkonsum in Industrieländern liegt nur bei etwa der Hälfte der Empfehlungen).
Wofür ist Apfelfaser gut?
Jedes Polysaccharid (und Lignin) hat unterschiedliche Wirkungen im Körper, da der Polymerisationsgrad die Wirkmechanismen beeinflusst.
Sogar ein und dieselbe Faserart (wie Pektin) kann strukturelle Unterschiede aufweisen, je nach dem Methylesterifizierungsgrad der Polysaccharide, aber das ist ein sehr spezielles Thema, das wir in einem anderen Artikel behandeln können. Hier sprechen wir über die Eigenschaften der durchschnittlichen Struktur jeder Faser.
Man muss verstehen, dass es schwierig bis unmöglich ist, die wirkliche Wirkung des Verzehrs von Apfelfaser genau zu bestimmen, da sie verschiedene Fasertypen mit einzigartigen Eigenschaften enthält.
Denn die meisten Studien am Menschen wurden mit isolierten Polysacchariden oder mit Ballaststoffkomplexen durchgeführt, die sich in der Zusammensetzung von Apfelfaser unterscheiden.
Tabelle
| Nährstoff | Stuhlmasse | Transit | Cholesterin | Glukose | Mikrobiota |
| Cellulose | – | – | – | ||
| Pektin | – | ||||
| Lignin | – | – | – | ||
| Hemicellulose | |||||
| Galacturonsäure | – |
Erhöhung der Stuhlmasse
Polysaccharide aus der Zusammensetzung haben gezeigt, dass sie die Stuhlmasse erhöhen bei:
- Cellulose: +3 g/g konsumiert
- Pektin: +1,3 g/g konsumiert
- Lignin: +27 % (12 g/Tag)
Erhöhung der Transitgeschwindigkeit
Polysaccharide aus der Zusammensetzung haben gezeigt, dass sie die Darmtransitgeschwindigkeit erhöhen bei:
- Cellulose: +27 % (15 g/Tag)
- Lignin: +20 % (12 g/Tag)

Cholesterin und Glukose
Der Verzehr löslicher Ballaststoffe wurde oft mit Senkungen von Cholesterin und Blutzucker in Verbindung gebracht, vermutlich wegen ihrer Fähigkeit, im Darm Gele zu bilden:
- Verzögerung des Abbaus der Polysaccharide und Senkung ihres glykämischen Index.
- Verminderung der Lipidaufnahme, Erhöhung der Gallensäurebindung und deren Ausscheidung.
Deshalb werden sie auch mit einem Anstieg des Gefühls der Sättigung (durch Verzögerung der Magenentleerung) und einem leichten Gewichtsverlust bei Übergewichtigen und Adipösen in Verbindung gebracht, vermutlich durch die gesteigerte Sättigung.

Wald-Diagramm, das die Effektgröße des Verzehrs löslicher Ballaststoffe auf die Gewichtsreduktion in kg in 10 Studien zeigt.
Mikrobiota
Es wurde gezeigt, dass lösliche Ballaststoffe wie Hemicellulose und einige Pektine positive Effekte auf die Mikrobiota haben, zumindest in Tiermodellen.

Vorgeschlagener Wirkmechanismus der SCFA (kurzkettige Fettsäuren) auf Entzündungen und daraus resultierende metabolische Parameter im Zusammenhang mit dem MetS.
Das liegt daran, dass die Fermentation dieser Fasern durch mikrobielle Zersetzung im Dickdarm kurzkettige Fettsäuren (Acetat, Propionat und Butyrat) produziert, die von den Kolonozyten als Energiequelle genutzt werden und das mikrobielle Umfeld im Dünndarm positiv beeinflussen.

Sie werden auch als mögliche Vermittler der Reduktion der Symptome des metabolischen Syndroms vorgeschlagen (durch Steigerung der Oxidation von Leber- und außerhepatischen Fettsäuren und positive Modulation der neurologischen Hungerregulation).
Fazit
Literaturverzeichnis
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