Im heutigen Artikel erfährst du, was Bioimpedanz ist, was wir mit diesem Tool messen und wie zuverlässig es ist.
Inhaltsverzeichnis
Was ist die Bioimpedanzmessung?
Schon seit einiger Zeit haben Gesundheitsfachleute zwei grundlegende Tatsachen erkannt, die die Gesundheit der Bevölkerung beeinflussen:
- Die erste ist, dass das Gewicht allein kein guter Gesundheitsindikator ist, außer in extremen Fällen, trotz der großen gesellschaftlichen Trägheit.
- Die zweite Tatsache folgt aus der ersten: Es ist die Körperzusammensetzung, das relative Verhältnis von Fettmasse zu fettfreier Masse, das wirklich die Gesundheit, Funktionalität und Ästhetik des Patienten oder Kunden bestimmt.
Deshalb suchen immer mehr Menschen nach nützlichen und zuverlässigen Tools, um ihre Körperzusammensetzung zu messen, wobei der klassische BMI in den Hintergrund rückt.

Bioimpedanz-Waage.
Was misst die Bioimpedanz?
Eine Bioimpedanz-Waage misst den Widerstand, den ein kleiner, schmerzloser und kaum spürbarer elektrischer Strom überwinden muss, wenn er durch deine verschiedenen Körpergewebe fließt.
Dieser Widerstand ist das, worauf sich der Begriff „Impedanz“ bezieht.
So kann sie zwei große Gewebearten unterscheiden: Fettmasse und fettfreie Masse.

Fettmasse ist aufgrund ihres geringeren Wassergehalts dichter als Muskelgewebe, weshalb der elektrische Strom beim Durchfließen mehr Widerstand findet.
Diese Kategorie (FFM) umfasst verschiedene Gewebearten, wie:
- Muskel (am interessantesten);
- Knochen; oder
- Bindegewebe (Faszien, Knorpel, Sehnen).
Der verwendete Strom kann einfrequent (etwa 50 kHz) oder multifrequent sein, wobei letzterer genauer (und teurer) ist, da er eine bessere Unterscheidung zwischen den Geweben ermöglicht.
Nachdem der kleine elektrische Strom abgegeben wurde, kombiniert das Gerät die Impedanz oder den Widerstand mit den persönlichen Daten der Person: Alter, Größe und Geschlecht.
Welche Fettarten misst die Bioimpedanz?
Die Bioimpedanz-Waage unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Fettarten.
Das ist problematisch, denn das viszerale Fett birgt das größte kardiovaskuläre Risiko für die Person.

Natürlich unterscheidet sie auch nicht zwischen anderen spezifischeren Fettarten wie braunem Fett, dessen relativer Anteil sehr gering ist.
Für wen ist sie geeignet?
Jeder kann seine Körperzusammensetzung mit einer Bioimpedanz-Waage schätzen.
In solchen Fällen ist die Evidenz nicht eindeutig, daher wird meist empfohlen, diese Geräte nicht zu benutzen oder nur unter Aufsicht eines Fachmanns.
Wenn du also über das Gewicht hinausgehen möchtest (und das solltest du), und einen zuverlässigeren Gesundheitsindikator suchst, kann der Kauf einer solchen Waage aus der großen Auswahl auf dem Markt eine gute Wahl sein.

Auch wenn die Genauigkeit nicht perfekt ist, zeigt dir die regelmäßige Nutzung derselben Waage die Tendenz, Fett zuzulegen, zu verlieren oder zu halten.
Wie zuverlässig ist die Bioimpedanz?
Die meisten Tools zur Messung der Körperzusammensetzung, die für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind, erlauben nur eine Schätzung der Körperzusammensetzung.
Genauere Methoden wie die Analyse per DEXA oder MRT sind meist nur in Forschungsprojekten oder großen Kliniken und Zentren verfügbar.
Auch die Hautfaltenmessung (Plicometrie) ist möglich, aber hier bist du wieder auf einen gut ausgebildeten Profi angewiesen.
Warum ist sie nicht exakt?
Unser Körper ist weder einheitlich noch symmetrisch, und es gibt einige Faktoren, die das Ergebnis deiner Bioimpedanz-Waage beeinflussen können:
- Alter, Größe und Geschlecht.
- Ethnie.
- Kürzliche körperliche Aktivität.
- Körperhaltung.
- Vorheriger Hydratationsstatus.
- Wo du Fett speicherst (z. B. viszeral vs. subkutan).
- Schwangerschaft oder Zyklusphase.
Tipps vor der Körperzusammensetzungsmessung
Die Nutzung einer Bioimpedanz-Waage zur Messung der Körperzusammensetzung hat, wie gesehen, ihre Nachteile.
Wenn du dich entschieden hast, deine Körperzusammensetzung mit so einem Gerät zu messen, können dir diese Tipps helfen:
- Nutze immer denselben Apparat, da es große Unterschiede zwischen den Marken gibt.
- Führe die Bioimpedanzmessung immer zur gleichen Zeit und unter gleichen Bedingungen durch (z. B. nach dem Toilettengang, gleiche Körperhaltung, nüchtern usw.).
- Mach dich nicht verrückt wegen kleiner Schwankungen. Nimm lieber den wöchentlichen Durchschnitt als Referenz. Das glättet die Schwankungen und zeigt eine realistischere Tendenz.
- Wenn du vermutest, dass du zu viel viszerales Fett hast, nutze auch andere Indizes wie den Taillen-Hüft-Quotienten, denn die Bioimpedanz kann dir ein unrealistisches „geringes Risiko“ vorgaukeln.
- Denke daran, dass der Körperfettanteil nur ein weiterer Indikator ist und vielleicht nicht der wichtigste für deine Gesundheit insgesamt.

Andere Marker wie Griffkraft, dein Energielevel oder deine Leistung im Fitnessstudio sind genauso oder sogar wichtiger.
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